top of page

Rückblick 1. FBL Herren - 21. Spieltag

  • Autorenbild: Jonas Henschler
    Jonas Henschler
  • 18. März
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn die Saison in ihre heiße Phase geht, werden Punkte plötzlich so wertvoll wie der letzte Schluck aus der Trinkflasche und genau da schlägt der ETV Hamburg eiskalt zu. Die Piranhhas schieben sich auf Platz 5, mit einem beruhigenden Polster auf die DJK Holzbüttgen. Und als wäre das nicht schon ein Statement, wartet am letzten Spieltag ausgerechnet dieses direkte Duell. DOCH bleiben wir mal ganz ruhig und schauen wer gespielt hat:

SC DHfK Leipzig vs. ETV Hamburg – 2:4

SC Potsdam vs. Berlin Rockets – 9:12

Unihockey Igels Dresden vs. SC DHfK Leipzig – 6:5 n.V

MFBC Leipzig vs. ETV Hamburg – 4:5

DJK Holzbüttgen vs. Blau-Weiß 96 Schenefeld – 9:7

Floor Fighters Chemnitz vs. UHC Sparkasse Weißenfels – 8:5

War das schon Playoff-Mentalität, Hamburg? Ein Overtime-Sieg gegen den MFBC Leipzig, das ist kein Zufallsprodukt, das ist ein Ausrufezeichen. Und mittendrin: Jakob Bohls, der Mann, der sich dachte „Fein spielen kann jeder, ich räum jetzt einfach alles ab“. Von hinten nach vorne pflügt er durchs Feld und erzwingt den entscheidenden Moment. Genau solche Aktionen sind es, die in den Playoffs Serien entscheiden.


Und was passiert, wenn ein Schläger zur Sollbruchstelle wird? Am nächsten Tag dann zum "kleinen Bruder" gegen den SC DHfK Leipzig und Floorball zeigt mal wieder seine absurdeste Seite. Der Verteidiger will aufbauen, knack, der Schläger bricht, Hamburg sagt „Danke“ und netzt zum 0:2 ein. Bitter... Absolut. Entscheidend? Ja, kann man so sagen. Doch Leipzig kommt zurück, Wolbold mit einem frechen Ballgewinn zum 1:2, ein kleiner Zaubertrick kurz vor der Pause. Danach: Funkstille im zweiten Drittel, keine Strafen, keine Tore. Aber im Schlussabschnitt, Spannung bis zum Ende. Beide Teams treffen, es steht lange 2:3, Leipzig muss öffnen und Hamburg nutzt das im 6-gegen-5 zum 2:4-Endstand.


War das schon ein kleiner Blick in die Zukunft?

1056 zuschauende Augen in Chemnitz und die bekamen ein Spiel serviert, das etwas nach Finale schmeckte. Die Floor Fighters Chemnitz gegen den UHC Weißenfels, ein mögliches Pokal-Endspiel im Mini-Format. Und Chemnitz? Die starten wie sonst was: 5:1 nach dem ersten Drittel. Weißenfels wirkt kurz wie angezählt, fängt sich dann aber, 0:1 im zweiten Drittel. Im letzten Abschnitt drücken die Weißenfelser nochmal ordentlich aufs Gas, aber so richtig erfolgreich wird es nicht mehr. 3:3 geht das Drittel aus.

Berlin gegen Potsdam, Derby oder Machtdemonstration?

2:1 sagt nun der Derby-Counter in Berlin-Brandenburg, der erste Sieg für die Rockets, doch was war los?

Die Berlin Rockets dominieren zwei Drittel lang nach Belieben, während Potsdam defensiv mehr Fragen als Antworten hat. Zuordnungsfehler, einfache Ballverluste und Berlin sagt höflich „Danke“ und trifft. Immer wieder. Potsdam wirkte zu Beginn fast ein bisschen zu siegessicher, ein gefährlicher Zustand gegen ein Team, das plötzlich Feuer gefangen hat. Ergebnis: Platz 10 für Berlin und ein Derby, das eher nach Ansage als nach Zufall aussah.


Wer zittert und wer darf noch träumen? Unten wird’s ungemütlich: Vieles deutet auf das Duell Berlin Rockets gegen SC Potsdam hin. Best-of-Three, nackte Nerven, Existenzkampf. Der Gewinner bleibt erstklassig, der Verlierer darf sich mit dem Zweitliga-Zweiten prügeln. Ganz abgeschrieben ist die Spannung aber noch nicht, Berlin könnte mit einem Sieg gegen den MFBC Leipzig und ordentlich Torhunger noch etwas verschieben. Aber seien wir ehrlich: Das ist ein Szenario für Optimisten mit Taschenrechner. :)

Und oben? Nicht ganz. Im Titelrennen geht’s zwar „nur“ noch um Feinschliff, aber genau dieser Feinschliff entscheidet über die Playoff-Duelle und damit über den Weg zum Titel. Wer hier schludert, darf sich später nicht beschweren.

Wir sind schon gespannt auf die nächsten Spiele!


Foto: T. Laube

Kommentare


bottom of page