Rückblick der 1. FBL Herren – 14. und 15. Spieltag
- Jonas Henschler

- 19. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Wer hat gespielt?
14. Spieltag
Floor Fighters Chemnitz vs. Blau-Weiß 96 Schenefeld – 9:1 Unihockey Igels Dresden vs. ETV Piranhhas Hamburg – 13:9 MFBC Leipzig vs. DJK Holzbüttgen – 8:6 UHC Sparkasse Weißenfels vs. SSF Dragons Bonn – 6:5 n.V. SC Potsdam vs. SC DHfK Leipzig – 7:8 15. Spieltag Unihockey Igels Dresden vs. Blau-Weiß 96 Schenefeld – 7:8 n.V. Floor Fighters Chemnitz vs. ETV Piranhhas Hamburg – 7:5 UHC Sparkasse Weißenfels vs. DJK Holzbüttgen – 5:4 MFBC Leipzig vs. SSF Dragons Bonn – 5:4 n. PS Berlin Rockets vs. SC DHfK Leipzig – 2:5
Vergangenes Wochenende wurde uns floorballmäßig ordentlich was geboten: 10 Spiele, Tore am Fließband. Während vorne alles enger zusammenrückt, wird’s hinten richtig ungemütlich, vor allem für Berlin und Potsdam. Wieder nix geholt. Null Punkte. Na da. Für beide Teams wird’s jetzt ganz, ganz dünn, was die Playoffs angeht. Da hilft auch kein Schönreden mehr: Wer jetzt keine Punkte holt, darf bald schon Sommerurlaub buchen oder/ und Playdowns spielen, was irgendwie das Gegenteil von Urlaub ist.
Welche Transfers haben am Samstag besonders geglänzt? Allen voran: Patrik Rozkovec. Der tschechische Import von den Unihockey Igels Dresden hat am Samstag mal kurz den Gamechanger gespielt. Beim irren 13:9-Comeback-Sieg gegen Hamburg war er mit 6 Toren (!) maßgeblich beteiligt. 3:8 lag Dresden schon hinten und dann kommt da so ein Typ, der einfach mal den Turbo zündet. Im dritten Drittel dann ein 8:0, als hätten die Igels eine neue Superkraft freigeschaltet. Rozkovec steht mit nur vier gespielten Partien schon auf Platz 40 der Scorerliste. Da kann man sich als Igels-Fan schon mal ein Trikot drucken lassen. ;)
Auch Mikael Mähönen, frisch eingeflogen aus Finnland und direkt im Dress von Weißenfels, zeigte, dass man ihn besser nicht allein vor dem Tor oder auch schon an der Mittellinie lässt. Zwei Treffer in der regulären Spielzeit, dann kommt die Overtime und Mähönen lauert auf den Hattrick! In der 8. Minute der Verlängerung nimmt er Maß, zieht von der Mittellinie ab und netzt halbhoch links ein, eiskalt. Und den Extrapunkt für Weißenfels und Bonn darf mit einem Punkt weiterziehen.
Gibt es im Tabellenkeller noch Hoffnung? Hm. Ja? Nein? Vielleicht? Berlin und Potsdam haben jedenfalls wieder verloren. 7:8, Potsdam gegen den SC DHfK Leipzig. Zwischenstand nach Dritteln: 1:1, 3:4, 3:3, alles knapp, aber halt wieder kein Sieg. Die Aufstiegseuphorie ist längst dem Tabellenkater gewichen.Es fehlen nicht nur Punkte, sondern auch Spielglück und Henry Mettovaara, aktuell verletzt, und immerhin drittbester Scorer im Team. Ein paar neue Gesichter sind dazugekommen, doch bis sich das alles eingespielt hat, ist vielleicht schon Schluss mit lustig. Aber: Wer knappe Spiele verliert, ist oft näher am Sieg, als es die Tabelle zeigt. Vielleicht ist das der kleine Hoffnungsschimmer Potsdamer.Etwas eindeutiger war dann das Ergebnis in Berlin, 2:5 für den SC DHfK Leipzig. Auch weitere Punkte für die Leipziger, was uns doch gleich zur nächsten Frage bringt:
Wie läuft’s eigentlich beim MFBC Leipzig? Na, wenn man oben steht, darf man sich auch mal sonnen! Und genau das macht der MFBC Leipzig aktuell Tabellenplatz 1, 5 Punkte aus dem Wochenende und ganz nebenbei noch gezeigt, wie man Nervenstärke buchstabiert.Erst am Samstag der Sieg gegen Holzbüttgen, dann das absolute Highlight am Sonntag: das Spitzenspiel gegen die ambitionierten Bonner. Was folgte, war Floorball-Drama deluxe, 4:4 nach 60 Minuten, keine Entscheidung in der Overtime, also ging’s ins Sudden Death Penalty-Schießen. Erste Szene: Florian Weißkirchen läuft an , aber Jannis Michaelis, der Leipziger Rückhalt, hält!Dann versucht’s Radim Kühnel für Leipzig, LATTE!Als Nächstes Tomas Nyström, feine Klinge, klasse Technik, aber im Abschluss ein Hauch zu wenig Glück.Und dann kommt der Moment für Iven Teßmann, lässig läuft er aufs Tor zu. Er sieht, dass Bonns Keeper Kristaps Novikovs sehr weit draußen steht und denkt sich: Okay, dann laufen wir halt außen rum. Einmal um den Torhüter herumspaziert und den Ball seelenruhig reingeschoben. Locker. Lässig. Leipzig. :D Mit diesem Sahnetor holt sich der MFBC den Extrapunkt und bleibt damit ganz oben.
Welches Spiel durfte man keinesfalls verpassen? Ganz klar: Weißenfels gegen Holzbüttgen, ein Vorgeschmack aufs Pokalduell, das wetterbedingt auf den 25.01. verschoben wurde. Und dieser Vorgeschmack hatte es in sich!Ein intensives Duell auf Augenhöhe, taktisch clever, körperlich präsent und spannend bis zur letzten Sekunde. Holzbüttgen kämpfte sich im Schlussdrittel zurück, machte aus einem 2:4 ein 4:4, alles sah nach Verlängerung aus. Doch dann: 6 Sekunden vor Schluss schlägt Markuss Januševskis zu. Weißenfels mit dem Lucky Punch, das Publikum mit dem Herz in der Hose, Holzbüttgen mit hängenden Schultern.Dabei hätte es auch anders ausgehen können: Ein gefährlicher Fehlpass der Weißenfelser, direkt auf den Schläger des Gegners, doch Pascal Reichert rettet in höchster Not. Und dann eben doch: ein kurzes Nickerchen in der Holzbüttgener Defensive, Hytönen legt quer, Januševskis vollendet im Slot. Schluss. Aus. 3 Punkte. Foto: A. Mühle/ MFBC Leipzig






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