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Große Träume, bitteres Ende – Deutschland verpasst Aufstieg erneut

  • wide and deep - Team
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Mit großen Ambitionen waren die deutschen U19-Damen zur Weltmeisterschaft nach Italien gereist. Am Ende steht ein Turnier, das die gesamte Bandbreite zwischen Spektakel, Dominanz und Frust widerspiegelt. Nur eines fehlt am Ende wieder: der Aufstieg in die A-Division. Und genau der war doch das große Ziel, oder?



Holpriger Auftakt gegen Japan

Der Start in die WM verlief alles andere als geplant. Gegen Japan, im Vorfeld als vermeintlich leichtester Gruppengegner eingeschätzt, kam Deutschland nicht über ein 4:4 hinaus. Über weite Strecken fehlte die notwendige Konsequenz im Abschluss sowie die defensive Stabilität, um das Spiel frühzeitig zu kontrollieren.

Damit blieb das Team deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück und setzte sich bereits im ersten Spiel unnötig unter Druck.


Offensive Machtdemonstration und Gruppensieg

Und dann plötzlich: 14:0 gegen Kanada. Deutschland spielt sich den Frust von der Seele, kombiniert schnell, trifft nach Belieben.

Genau so hatte man sich das vorgestellt.

Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Gastgeber Italien sichert sich das Team mit einem kontrollierten 4:1-Sieg den Gruppensieg und damit die Chance auf den ersehnten Aufstieg.


Playoff-Niederlage gegen Dänemark – Ziel erneut verpasst

Dann kommt Dänemark. Das Spiel, auf das alles hinausläuft. Und was passiert? Zu wenig Tempo, zu wenig Präzision, zu wenig von allem, was man zuvor gesehen hat. Das 3:9 ist deutlich, vielleicht sogar zu deutlich. Aber es spiegelt eines ziemlich ehrlich wider: In den entscheidenden Momenten fehlt (noch) die Konstanz. Oder die Nerven? Oder beides?


Versöhnlicher Abschluss gegen Polen

Immerhin: Zum Abschluss der Weltmeisterschaft zeigte Deutschland noch einmal eine konzentrierte Leistung. Im Platzierungsspiel gegen Polen dominierte das Team von Bundestrainer Kevin Buckermann über die gesamte Spielzeit und setzte sich verdient mit 6:0 durch und sichert sich damit Platz 9 des Turniers.


Blick auf die Weltspitze und nach vorn

Während Deutschland um den Anschluss kämpfte, zeigte sich an der Spitze das gewohnte Bild: Finnland und Schweden standen sich im Finale gegenüber. In einem engen Spiel setzte sich Finnland in der Verlängerung durch und krönte sich zum Weltmeister.

Auch das Spiel um Platz drei bot Spannung bis zum Schluss: Tschechien sicherte sich nach Penaltyschießen gegen die Schweiz die Bronzemedaille.

Für Deutschland bleibt hingegen vor allem eines: die erneute Enttäuschung über den verpassten Aufstieg. Doch lange Zeit zum Hadern bleibt nicht. Durch den neuen Modus der IFF bietet sich bereits im kommenden Jahr die nächste Chance, den Sprung in die A-Division zu schaffen.

Die Zeit bis dahin ist kurz, doch nach den Eindrücken dieser WM dürften die entscheidenden Stellschrauben klar benannt sein. Nun gilt es, die richtigen Lehren zu ziehen und den nächsten Anlauf erfolgreicher zu gestalten.


Foto: iff




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