Rückblick auf die Damenbundesliga
- Lukas Müller

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Wer hat gespielt?
SSF Dragons Bonn vs. Red Devils Wernigerode - 3:4
Dümptener Füchse vs. Floor Fighters Chemnitz - 10:5
UHC Sparkasse Weißenfels vs. Floorball BB United - 2:1
ETV Lady Piranhhas Hamburg vs. Red Devils Wernigerode - 8:9 n.V.
Das fast perfekte Wochenende der Red Devils
Zwei Spiele, zwei lange Auswärtsfahrten, ein Minikader und am Ende fünf von sechs möglichen Punkten. Die Red Devils Wernigerode machen wichtige Punkte auf die Konkurrenz gut.
Den Auftakt bildete das Duell bei den SSF Dragons Bonn, ein Spiel mit enormer tabellarischer Bedeutung. Ein punktloses Wochenende hätte Bonn nahezu sicher auf Rang fünf und Wernigerode auf Platz sechs gespült. Doch schon nach 29 Sekunden war klar, in welche Richtung dieses Spiel laufen sollte: 0:1. Die Botschaft war unmissverständlich, hier gibt es heute nichts zu holen.
Wernigerode agierte mit nur elf Feldspielerinnen, getragen von purer Entschlossenheit und unbändigem Willen. Jede Reaktion der Dragons wurde gekontert, jede Hoffnung früh erstickt. Bonn lief dem Rückstand hinterher, ohne je die Kontrolle zu übernehmen. Der Schlüssel zum Erfolg trug einen Namen: Lilly Fiedler. Vier Tore, vier Antworten, alle Treffer der Gäste gingen auf ihr Konto. Ergebnis: drei immens wichtige Punkte für die Red Devils.
Keine 24 Stunden später wartete in Hamburg die nächste Mammutaufgabe. Nach der bitteren Pokalniederlage in Berlin wollten die Lady Piranhhas eine Reaktion zeigen und galten gegen die müden, dezimierten Gäste als klare Favoritinnen. Doch erneut erwischten die Red Devils einen Blitzstart: 11 Sekunden dauerte es, bis Fiedler die Führung erzielte. Zwei Spiele, zwei Tore in der ersten halben Minute, beeindruckend.
Hamburg schüttelte sich, übernahm das Kommando und lag nach 40 Minuten mit 6:4 vorne. Zehn Minuten vor dem Ende stand es sogar 8:5, die Vorentscheidung schien gefallen. Doch dieses Wernigeröder Team war an diesem Wochenende nicht zu brechen. Drei schnelle Treffer brachten den Ausgleich, die Halle spürbar nervös, das Momentum klar auf Seiten der Gäste.
In der Verlängerung schlug erneut die Spielerin des Wochenendes zu: Lilly Fiedler entschied die Partie und sicherte den Extrapunkt für den Harz. Acht Tore an zwei Tagen, eine überragende Vorstellung.
Damit ist Platz vier in Sichtweite und nun das direkte Duell gegen den UHC Sparkasse Weißenfels. Spannung garantiert.
Für die Lady Piranhhas dagegen der nächste Rückschlag nach dem Pokalaus. Die Frage bleibt: Finden sie zuhause gegen Bonn zurück in die Spur?
Weißenfels müht sich gegen Berlin ab
Nach dem deutlichen 11:1 im Hinspiel rechneten viele erneut mit einer klaren Angelegenheit. Doch Floorball BB United präsentierte sich im Rückspiel als völlig anderes Team. Mit Rückenwind aus dem Pokalspiel gegen Hamburg setzten die Berlinerinnen auf eine kompakte Defensive und gezielte Konter, ein Ansatz, der lange aufging.
Weißenfels dominierte Ball und Spiel, biss sich jedoch an der tiefstehenden Abwehr die Zähne aus. Klare Chancen blieben Mangelware. Hannah Hermann knackte schließlich als Erste den Berliner Abwehrriegel, doch statt Torfestival entwickelte sich ein Geduldsspiel. Im Mitteldrittel traf sogar Berlin, der Spielverlauf blieb zäh.
Erst in der 53. Minute fiel der erlösende Führungstreffer für die Cats. Berlin versuchte am Ende noch einmal alles, blieb offensiv jedoch zu harmlos, um Zählbares mitzunehmen. Weißenfels sicherte sich die Pflichtpunkte, auch wenn der Glanz fehlte.
Für BB United bleibt dennoch Positives: Auf diese Defensive lässt sich aufbauen.
Foto: Jonas Henschler






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