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1. FBL Herren Rückblick: Heiße Endspielphase

  • Autorenbild: Jonas Henschler
    Jonas Henschler
  • vor 12 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Die Saison neigt sich dem Ende, doch für vier Teams ist die Sommerpause noch nicht da. Während der Rest der Liga bereits die Beine hochlegt, wird an zwei Fronten noch um alles gekämpft: um die deutsche Meisterschaft und um den Platz in der 1. Bundesliga.


Wer hat gespielt?

Playoff - Finale

MFBC Leipzig vs. UHC Sparkasse Weißenfels – 5:7

MFBC Leipzig vs. UHC Sparkasse Weißenfels – 2:6


Relegation

SC Potsdam vs. FBC München – 6:7



Finale: Weißenfels zeigt, wer das Tempo vorgibt

Zwei Spiele, zwei Siege für den amtierenden Deutschen Meister. Der UHC Sparkasse Weißenfels hat in der Finalserie gegen den MFBC Leipzig bislang eine beeindruckende Visitenkarte abgegeben und das auf eine Art, die Bände spricht.

5:7 und 2:6 lautet der bisherige Spielstand aus Leipziger Sicht. Was diese Ergebnisse jedoch nicht vollständig abbilden: Leipzig gelang es in beiden Spielen lediglich ein einziges Tor im 5-gegen-5 zu erzielen. Alle weiteren Treffer fielen in Überzahl. Das bedeutet: Sobald Leipzig aufatmen und Hoffnung schöpfen konnte, wurde dieser Funke sofort wieder erstickt. Weißenfels kontrollierte die Serie bislang mit einer Souveränität, die angesichts der teils sehr engen Viertel- und Halbfinalspiele so nicht unbedingt zu erwarten war.

Gerade deshalb hatte man sich von dieser Finalserie mehr Spannung erhofft. Nun ist Leipzig gefordert, nachzulegen und zwar dringend.


Gibt es noch Hoffnung auf Spannung?

Ehrlich gesagt: Es ist schwer, bei einer Mannschaft wie Weißenfels darauf zu wetten, dass sie in den verbleibenden drei möglichen Spielen keinen weiteren Sieg einfährt. Und dennoch, wissen kann man es nie. Schließlich sprechen wir von Leipzig, einem Team, das Comebacks kennt. Wer die Finalserie des Vorjahres noch im Kopf hat, erinnert sich: Damals stand Weißenfels mit dem Rücken zur Wand und fand sich im Zugzwang. Dieses Jahr sind die Rollen vertauscht. Und manchmal entstehen eben unter Druck die Diamanten. Aber vielleicht nicht überall...

Vielleicht lohnt sich für Leipzig sogar ein Blick über den Tellerrand, zu Ruben Seilnacht, Trainer des Stadtrivalen SC DHfK Leipzig. Er hat in dieser Saison bereits mutig taktiert und seinen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers herausgenommen, um in Überzahl gegen Weißenfels zu agieren. Ein Gedankenspiel zumindest... :)



Relegation: München schlägt zu, Potsdam wacht zu spät auf

Parallel zum Titelkampf läuft die Relegation zwischen dem SC Potsdam und dem FBC München. Erstligist gegen Zweitligisten. Und das erste Spiel verlief für Potsdam alles andere als nach Plan.

München reiste nach Potsdam und lieferte direkt ab. Die Gäste standen tief, agierten geduldig und nutzten konsequent die Räume, die Potsdam ihnen ließ. Das Ergebnis: 7:6 für München, doch die Drittelstände erzählen die eigentliche Geschichte. 0:4 nach dem ersten Drittel, 1:2 im zweiten, 5:1 im dritten. Potsdam schlief über weite Strecken und wirkte, als wäre man gedanklich schon im Urlaub. Erst im letzten Abschnitt erwachte das Team, machte Druck, traf und zeigte, dass die Qualität zum Toreschießen durchaus vorhanden ist. Nur eben viel zu spät.

Nun geht es am kommenden Samstag nach München und dort erwartet Potsdam eine starke Heimkulisse, die den FBC zusätzlich beflügeln dürfte.


Ist die Partie für Potsdam schon abgeschrieben?

Nein. Wer die letzten Minuten des ersten Spiels gesehen hat, weiß: Wenn Potsdam will und die richtige Einstellung auf den Platz bringt, ist dieser Kader in der Lage, die Liga zu halten. Doch München hat klar gezeigt, dass sie einen Plan haben und der hat funktioniert. Ein Sieg trennt die Münchner vom erneuten Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Eine Überraschung ist möglich. Aber München dürfte mit breiter Brust in das zweite Spiel gehen.


Fotos: Emma Schröferl und Lydia Curth, Jona Kuhle

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