Rück- und Ausblick Herren Bundesliga
- Jonas Henschler

- 4. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Wer hat gespielt? Playoffs 1. Liga - Halbfinale
(3/5) SC DHfK Leipzig vs. MFBC Leipzig – 6:2
(4/5) SC DHfK Leipzig vs. MFBC Leipzig – 5:4 n.V
(3/5) ETV Piranhhas Hamburg vs. UHC Sparkasse Weißenfels – 7:3
(4/5) ETV Pirnahhas Hamburg vs. UHC Sparkasse Weißenfels – 6:4
Playoffs 2. Liga – Finale
(2/3) VfL Red Hocks Kaufering vs. FBC München – 2:4 (3/3) VfL Red Hocks Kaufering vs. FBC München – 4:3 n.V.
1. Liga – Zu siegessicher?
Dem MFBC Leipzig und UHC Sparkasse Weißenfels fehlte vor dem letzten Wochenende genau ein Sieg zum Finale. Ein Sieg. Mehr nicht. Doch wie so oft im Sport hatte die Gegenseite ein kleines, aber entscheidendes Mitspracherecht und wehrte sich regelrecht.
Während sich die meisten auf einen entspannten Durchmarsch der Titelanwärter einstellten, lieferte sich das Leipziger Derby zwischen SC DHfK Leipzig und dem MFBC Leipzig einen absolut knappen Schlagabtausch auf Augenhöhe. 50:50 – wer hier gewinnt, ist reine Nervensache. Die Frage: Kann der DHfK seine Euphorie mitnehmen? Der Aufsteiger hat gegen Bonn schon gezeigt, dass er eine Trickkiste besitzt. Wenn die Zugänge jetzt das Ding drehen, steht plötzlich ein Zweitligist von 2024 im Finale.
Und im Norden? Da wurde die Geschichte gleich doppelt zurechtgerückt.
Zwei enge Spiele gingen zunächst an Weißenfels. Dann folgten zwei, die klar an Hamburg gingen. Der UHC muss also gewaltig etwas ändern, um die ETV Piranhas in Zaum zu halten. In der Vergangenheit bissen die Hanseaten oft genug in den sauren Apfel gegen die Weißenfelser. Jetzt sind sie verdammt nah dran, den ewigen Finalisten aus dem Rennen zu kegeln. Aber Vorsicht: Die Weißenfels-Magie in Entscheidungsspielen ist real. Wenn Hamburg aber jemals eine Chance hat, dann jetzt.
Playoffs 2. Liga – Ein verlorener Schläger
Nach dem deutlichen 10:2 des VfL Red Hocks Kaufering gegen den FBC München lag München unter Zugzwang. Spiel 2 musste den Matchball abwehren. Ein 2:4 brachte die Entscheidung in Spiel 3.
Und da lag sie in der Luft, die Hitzsige Stimmung mit großen Augen. Es ging um alles: direkter Aufstieg in die 1. Liga. Der Verlierer bekommt die Relegation, ein Trostpflaster.
3:3 nach regulärer Spielzeit. Verlängerung.
Und dann: Ein Kauferinger Spieler verliert seinen Schläger, direkt vor dem Münchner Torwart, er nimmt ihm, verschafft sich Platz und wirft ihn zur Seite. Der Schiri zeigt: 10 Minuten Zeitstrafe wegen unsportlichen Verhaltens.
Kaufering nutzte die Überzahl eiskalt. Tobias Hutter netzte in der 8. Minute der Overtime ein und die Münchner hätten noch satte 7 Sekunden Unterzahl überleben müssen.
Herzlichen Glückwunsch, VfL Red Hocks Kaufering! Die 1. Herren Floorball Bundesliga darf sich auf weite Auswärtsfahrten nach Bayern freuen.
Für München geht es am 10.5.2026 in die Relegation gegen Potsdam. Best-of-Three. Spiel 1 in Potsdam, Spiel 2 und 3 in München.
Die Zuschauerzahlen
Herren:
(3/5) SC DHfK Leipzig vs. MFBC Leipzig – 199 (Höchstbegrenzung)
(4/5) SC DHfK Leipzig vs. MFBC Leipzig – 199 (Höchstbegrenzung)
(3/5) ETV Piranhas vs. UHC Weißenfels – keine Zahl eingetragen (🤷♂️)
(4/5) ETV Piranhas vs. UHC Weißenfels – 240
(2/3) Red Hocks Kaufering vs. FBC München – 478 (ordentlich!)
(3/3) Red Hocks Kaufering vs. FBC München – 319
Damen:
MFBC Leipzig vs. ETV Lady Piranhas – 194
MFBC Leipzig vs. ETV Lady Piranhas – 107 (uff.???)
In Leipzig ist die Halle ausverkauft, aber ist die Höchstbegrenzung nicht auch ein Zeichen, dass man für ein Playoff-Halbfinale vielleicht doch etwas mehr Platz braucht? Vielleicht für nächstes Jahr!
Hamburg mit 240 Zuschauern? Das lässt für eine Stadt mit dieser Größe und diesem Traditionsverein schon zu wünschen übrig.
Kaufering hingegen ballert mit 478 Zuschauern rein, das ist ein akzeptables Ergebnis.
Abstecher zum Damen-Finale: 107 Zuschauende im zweiten Spiel. Das ist echt Schade...



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