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3v3 WM - Klappe die Dritte

  • Autorenbild: Lukas Müller
    Lukas Müller
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Am Wochenende fand in Spanien die dritte Ausgabe der 3v3-WM statt. Für Deutschland traten die amtierenden Kleinfeld-Deutschen-Meister an: bei den Damen die Floor Fighters Chemnitz, bei den Herren der TSC Wellingsbütteler.

 


Erste Medaille für die deutschen Herren

Nach einer starken Gruppenphase mit Platz eins in Gruppe C ging es durch Siege gegen Italien und Gastgeber Spanien ins Halbfinale. Dort wartete Lettland, der erste Weltmeister dieses Formats, angeführt vom ehemaligen Weißenfelser Gastspieler Jekabs Keiss. Das Spiel verlief ausgeglichen, endete nach regulärer Spielzeit 3:3 und musste im Penaltyschießen entschieden werden. Ein Pfostentreffer verwehrte Deutschland den Finaleinzug.

Also Bronze oder nichts. Der Gegner im kleinen Finale: die Schweiz, Titelverteidiger des Formats und kurz zuvor mit 1:13 gegen Schweden abgegangen. Die Schweizer starteten deutlich besser und führten früh 3:0. Deutschland kämpfte sich auf 2:3 heran, ging in die Halbzeit und kam mit einem anderen Willen zurück. Vom 5:5 zum 7:5 vergingen gerade mal zwei Minuten. Einen Penalty der Schweiz 73 Sekunden vor dem Ende ließ Deutschland kalt. 7:6, Bronze, erste Medaille überhaupt in diesem Format seit seiner Einführung 2024.

Das Finale gewann Schweden mit 6:2 gegen die Lettland.


 

Damen gehen leer aus

Für die Damen aus Chemnitz lief die WM anders. In der Gruppe gab es gegen Frankreich, Lettland und Thailand nichts zu holen, damit ging es punktlos ins Achtelfinale der B-Runde gegen Österreich. Dort gelang der erste Sieg im Penaltyschießen. Im B-Viertelfinale wartete Frankreich, die Niederlage aus der Gruppenphase wurde mit einem 3:1 beantwortet. Im Halbfinale war dann gegen den späteren B-Sieger Ukraine mit 5:8 Endstation.


Ein Format sucht seinen Platz und findet immer mehr Abnehmer

Die 3v3-WM wächst. Wer die diesjährige Ausgabe in Spanien verfolgt hat, konnte beobachten, wie ernst einige Nationen diesen Wettbewerb bereits nehmen: Topkader, sogar Vorbereitungen auf den Wettbewerb, klare Medaillenambitionen. Der Leistungsunterschied zwischen den Nationen ist zwar noch sehr groß und auch die Akzeptanz des Formats ist international noch nicht einheitlich, doch wächst zunehmend und wird nicht mehr nur stiefmütterlich behandelt.

Doch was das 3v3-Format zweifellos liefert, ist Unterhaltung: schnelle Tore, enge Situationen, kaum eine ruhige Minute. Langweilig wird es nie.

Und Deutschland? Das Land nimmt das Format zunehmend ernster. Beim Deutschen Floorball Verband wachsen die Überlegungen, wie die Qualität der Teams gezielt gesteigert werden kann ohne dabei große finanzielle Mittel einsetzen zu müssen. Ob sich das 3v3 langfristig in einer festen Ligastruktur in Deutschland etabliert, ob es künftig Förderung vom Bund gibt, das bleibt offen. Was aber nicht mehr offen ist: dass es möglich ist, auf internationalem Niveau mitzuspielen und Erfolge zu erzielen. Die Herren haben das in Spanien eindrucksvoll bewiesen. Dazu noch herzlichen Glückwunsch!


Wer trat für Deutschland an?

Damen: Tabea Pantzier, Malika Agouzoul, Vanessa Müller, Vanessa Kaiser, Anja Krüger, Vanessa Riemann, Charlotte Michler, Marie Suske, Maya Gräfe, Emelie-Sophie Loos

Staff: Hendrik Tzschoppe, Mitja Kadner


Herren: Hannes Hochbaum, Maximilian Holtgraefe, Phillip Wilbrand, Jonas-Fynn Wende, Christian Besch, Frederic Thiele, Jonah Koop, Elias Ender, Kilian Meyberg, Niklas Fiemel

Staff: Daniel Hartmann, Eric Hofmann


Foto: Pedro Muñoz Martín/ iff


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