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EuroFloorball Cup 2026: Europas Vereinsfloorball trifft sich in Prag

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  • vor 2 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Vom 5. bis 9. August 2026 wird Prag erneut zum Schauplatz des europäischen Vereinsfloorballs. Beim EuroFloorball Cup (EFC) kämpfen fünf Damenteams um den Titel. Mit dem MFBC Leipzig ist auch der deutsche Floorball in der Frauenkonkurrenz vertreten. Die amtierenden deutschen Meisterinnen treffen dabei auf Teams aus Frankreich, den Niederlanden, Polen und Spanien.

Parallel zum traditionsreichen Czech Open, das zahlreiche internationale Vereinsmannschaften in die tschechische Hauptstadt lockt, findet in der Vinohrady Arena der EuroFloorball Cup statt. Die zeitgleiche Austragung macht Prag damit für einige Tage zum Zentrum des europäischen Vereinsfloorballs.

Der EFC richtet sich traditionell an die Klubmeister europäischer Floorballnationen außerhalb der Topnationen, deren Meister im Champions Cup antreten. Der Wettbewerb bietet damit national erfolgreichen Vereinen die Möglichkeit, sich international mit Mannschaften aus vergleichbaren Floorballnationen zu messen. Besonders die Frauenkonkurrenz verspricht 2026 ein spannendes Rennen um den Titel.


Fünf Teams, vier Spiele – kaum Platz für Ausrutscher

Die Frauenkonkurrenz wird im Round-Robin-Format ausgetragen. Jede Mannschaft trifft dabei einmal auf jedes der vier anderen Teams. Mit insgesamt vier Spielen pro Team kann sich somit kaum eine Mannschaft einen Ausrutscher erlauben. Am Ende entscheidet die Gesamtbilanz über den EFC-Titel.

Damen


  • MFBC Leipzig 🇩🇪

  • Les Dahuts du Lac 🇫🇷

  • UC Face Off 🇳🇱

  • Olimpia Osowa Gdańsk 🇵🇱

  • CUF Leganés 🇪🇸



Leipzig mit Titelambitionen

Der Blick aus deutscher Sicht richtet sich auf den MFBC Leipzig. Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft wartet in Prag erneut die internationale Bühne. Als amtierende deutsche Meisterinnen und mit den Erfahrungen aus dem vergangenen EFC gehören die Leipzigerinnen auf dem Papier zu den Favoritinnen auf den Turniersieg.

Bereits 2025 zeigte der MFBC, dass die Mannschaft international konkurrenzfähig ist. Im vergangenen Jahr musste Leipzig lediglich eine Niederlage gegen SF Grei aus Norwegen, den späteren Turniersieger, hinnehmen. Die gesammelten Erfahrungen könnten dem Team nun zugutekommen. Die Leipzigerinnen wissen, was sie bei einem internationalen EFC erwartet und können auf diese Erfahrungen bei der Vorbereitung auf ihre neuen Gegner zurückgreifen.

Mit Les Dahuts du Lac, UC Face Off, Olimpia Osowa Gdańsk und CUF Leganés warten in diesem Jahr allerdings vier bislang unbekannte Gegner auf den deutschen Meister. Eine genaue Analyse der unterschiedlichen Spielsysteme und taktischen Ausrichtungen wird daher eine wichtige Grundlage für den Turnierverlauf sein.

Besonders interessant dürfte das Duell mit Olimpia Osowa Gdańsk werden. Sollte Leipzig bis zu diesem Zeitpunkt ohne Punktverlust bleiben, könnte die Begegnung zu einem entscheidenden Spiel um den Turniersieg werden. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier sind jedenfalls vorhanden. Nun gilt es, die internationale Erfahrung aus dem Vorjahr in Prag erneut auf das Feld zu bringen.


Spielbegegnungen

 

Mittwoch, 05.08.2026

13:30

Les Dahuts du Lac

MFBC Leipzig

15:30

UC Face Off

Olimpia Osowa Gdańsk

 

 

 

 

Donnerstag, 06.08.2026

13:30

CUF Leganés

Les Dahuts du Lac

15:30

MFBC Leipzig

UC Face Off

 

 

 

 

Freitag, 07.08.2026

13:30

Olimpia Osowa Gdańsk

CUF Leganés

15:30

Les Dahuts du Lac

UC Face Off

 

 

 

 

Samstag, 08.08.2026

13:30

CUF Leganés

MFBC Leipzig

15:30

Olimpia Osowa Gdańsk

Les Dahuts du Lac

 

 

 

 

Sonntag, 09.08.2026

13:30

UC Face Off

CUF Leganés

15:30

MFBC Leipzig

Olimpia Osowa Gdańsk


Und was ist mit der deutschen Teilnahme bei den Herren?


Während der MFBC Leipzig die deutschen Farben in der Frauenkonkurrenz vertritt, wird es in der Herrenkategorie keine deutsche Mannschaft geben. Grundsätzlich hätte auch der UHC Sparkasse Weißenfels als deutscher Meister die Möglichkeit gehabt, am EuroFloorball Cup teilzunehmen. Der Verein verzichtet jedoch auf eine Teilnahme.

Die bislang letzte deutsche Teilnahme eines Herrenteams datiert aus dem Jahr 2016, als der UHC Sparkasse Weißenfels den EuroFloorball Cup vor heimischer Kulisse sogar gewinnen konnte.

Schade ist das allemal, denn internationale Vereinswettbewerbe bieten eine seltene Gelegenheit, den deutschen Vereinsfloorball mit anderen europäischen Nationen zu vergleichen und die sportliche Entwicklung auf internationalem Niveau einzuordnen. Gleichzeitig ist der Verzicht vieler Vereine nachvollziehbar: Die Teilnahme am EuroFloorball Cup bedeutet einen erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand, den nicht jeder Verein neben dem regulären Spielbetrieb stemmen kann. Doch ob das auch die Gründe für die Nicht-Teilnahme ist, bleibt ausstehend.


Foto: @sedlak.photo / Lukáš Sedlák

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