Die Ruhe vor dem Sturm - Matchball-Alarm
- Jonas Henschler

- vor 4 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Guten Morgen, liebe Floorball-Freunde, habt ihr gut geschlafen oder schon nervös an euren Fingernägeln gekaut? Heute ist kein gewöhnlicher Spieltag. Heute ist der Tag, an dem Träume platzen, Saisons enden oder Helden geboren werden oder alles beim Alten bleibt?

Was bisher geschah ...
In den Playoffs ging es bereits ordentlich zur Sache: Igels Dresden vs. MFBC Leipzig – 3:6
DJK Holzbüttgen vs. UHC Sparkasse Weißenfels – 3:2 n.V.
SC DHfK Leipzig vs. SSF Dragons Bonn – 3:4
ETV Hamburg vs. Floor Fighters Chemnitz – 9:6
Und in den Playdowns: SC Potsdam vs. Berlin Rockets – 2:5
Doch was sagen uns diese Ergebnisse wirklich?
Leipzig gegen Dresden? Klingt erstmal nach klarer Sache und ja, der MFBC hat das Ding im Griff. Aber ganz ehrlich, Dresden kann auch noch richtig unangenehm werden, vielleicht sogar heute?
Holzbüttgen vs. Weißenfels. Was war das bitte für ein Spiel? Emotionen am Anschlag, Checks, Härte, wir sind spürbar in den Playoffs! Weißenfels mit mehr Chancen, gerade am Ende, aber ohne Ertrag. Und dann ging es auch noch in die Verlängerung.
Und dort? Acht Minuten Spannung pur, bis Jarno Pensikkala das Ding entscheidet. Ein feiner Pass von Kapitän Nils Hofferbert in den hohen Slot, der Verteidiger geht viel zu früh auf Block und Pensikkala bedankt sich, nimmt sich alle Zeit der Welt und netzt ein.
Leipzig vs. Bonn. Bonn mit der Oberhand, Leipzig hält gut stand. Das Problem? Wer keine Führung macht, kann sie auch nicht verteidigen. Bonn nutzt das und nimmt den Sieg mit. Aber bei beiden Teams sollte noch etwas drin sein.
Hamburg vs. Chemnitz. Was zur Hölle war denn bitte in Hamburg los? 9:6! Hamburg hat offenbar den Cheatcode gefunden: „Einfach schießen, der Ball geht schon rein.“ Chemnitz wirkte stellenweise etwas verdutzt über das Ergebnis und Hamburg? Effizient.
Und im Keller?
Berlin gegen Potsdam im Abstiegskampf. Und Potsdam? Früher Rückstand, viele Chancen. Aber das Tor? Wie vernagelt, eine antizipierende Superkraft in Form von Torhüter Maciej Jastrzebski.
Berlin nutzt das gnadenlos aus. Effizienz schlägt Verzweiflung. So einfach ist das manchmal.
Und jetzt?
Heute gibt’s keine Ausreden mehr. Jeder Fehler kann das Aus bedeuten.
Und was geht eigentlich in Liga 2 ab?
Auch dort wird nicht gekleckert, sondern geklotzt:
Lilienthaler Wölfe vs. FBC München – 3:6
VfL Red Hocks Kaufering vs. TSV Tollwut Ebersgöns – 8:5
Die Süd/Ost-Staffel setzt erstmal ein dickes Ausrufezeichen. München und Kaufering liefern und wenn sich das so fortsetzt, bekommen wir genau dieses Finale.
Also, wer schreibt heute Geschichte?
Bleiben die Favoriten cool oder schlägt wieder das Chaos zu?
Wer nutzt seinen Matchball und wer lässt ihn kläglich liegen? Foto: Felix Vatterodt



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