Rückblick auf die 2. Bundesliga
- Lukas Müller

- vor 16 Minuten
- 2 Min. Lesezeit

Wer hat gespielt?
UHC Döbeln 06 vs. FBC München - 5:6
TSG Füchse Quedlinburg vs. VfL Red Hocks Kaufering - 3:7
PSV Black Wolves Dessau vs. Eisbären Juniors Berlin - 7:4
FC Rennsteig Avalanche vs. Red Devils Wernigerode - 5:9
ESV Ingolstadt Schanzer Ducks vs. USV Halle Saalebiber - 4:6
Entscheidung im Play-off-Rennen?
Die VfL Red Hocks Kaufering setzen sich im Spitzenspiel durch. Mit einem 7:3-Auswärtssieg bei den TSG Füchsen Quedlinburg verschaffen sich die Bayern ein komfortables Polster im Kampf um die Play-off-Plätze und lassen die Füchse im Rennen um Platz zwei spürbar zurückfallen.
Quedlinburg startet furios: Gary Blume bringt die Füchse per Penalty früh in Führung, doch Kaufering bleibt ruhig, gleicht aus und dreht die Partie im zweiten Drittel. Beide Teams liefern genau das, was man von diesem Duell erwarten durfte: hohes Tempo, schnelle Führungswechsel, kaum Verschnaufpausen.
Beim Stand von 3:3 geht es ins Schlussdrittel und dort gehört die Bühne klar den Gästen. Kaufering schaltet einen Gang hoch, während den Füchsen zunehmend die Mittel fehlen. Vier Tore im letzten Abschnitt, kein einziger Treffer für Quedlinburg, die Entscheidung fällt kompromisslos.
Überragender Akteur ist Raphael Heinzelmann, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen maßgeblich den Sieg prägt. Kaufering zieht davon, Quedlinburg verliert den Anschluss: acht Punkte Rückstand auf die Play-off-Plätze bei noch fünf verbleibenden Spielen, das Restprogramm wird zur Mammutaufgabe.
FBC München kommt mit blauem Auge davon
Der Tabellenführer aus München reist als klarer Favorit nach Döbeln: Top-3-Defensive gegen die schwächste Offensive der Staffel. Auf dem Papier eine Pflichtaufgabe, auf dem Feld entwickelt sich ein echter Nerventest.
München startet konzentriert und zieht früh auf 3:1 davon. Schnelle Kombinationen und Abstimmungsprobleme in der Döbelner Defensive scheinen die Partie früh zu lenken. Doch die Sachsen werfen in eigener Halle alles rein, stabilisieren sich defensiv und gleichen noch vor der ersten Pause zum 3:3 aus. Das Spiel kippt, mental und spielerisch.
Im zweiten Drittel dasselbe Bild: München mit mehr Ballbesitz, Döbeln mit den klareren Chancen. Die Schlüsselszene folgt nach einem schnellen Aufbau über außen, hoher Ball in den Slot, Volleyabschluss, Führung Döbeln. Verdient. Die Halle kocht, der Favorit wirkt angeschlagen. Drittelsieg Döbeln, noch 20 Minuten bis zur Sensation.
Im Schlussdrittel zeigt der Tabellenführer dann seine Klasse, zumindest kurzzeitig. Ein schneller Doppelschlag bringt Ruhe ins Münchner Spiel, das 6:4 scheint die Partie zu entscheiden. Doch Döbeln gibt sich nicht auf, getragen von 130 Fans gelingt der erneute Anschluss zum 5:6.
Jetzt wackelt München sichtbar: lange Bälle, tiefes Verteidigen, kaum Entlastung. Das Momentum liegt klar bei den Gastgebern. Chancen zum Ausgleich sind da, doch ausgerechnet die schwächste Offensive der Liga bleibt im Abschluss glücklos. So rettet München den Sieg über die Zeit und entgeht einem Punktverlust denkbar knapp.
Für Döbeln bleibt trotz Niederlage viel Positives: Einsatz, Struktur und Chancen stimmen. Mit besserer Verwertung sind in den kommenden Spielen Punkte absolut möglich.
Foto: UHC Döbeln 06






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