Pokalrückblick und ab in Achtelfinale!

Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Und dies wurde uns an einem Beispiel sehr deutlich. Während einige Favoriten ihrer Rolle gerecht wurden, mussten andere ihre Pokalträume bereits begraben.

Wir schauen auf die Highligts des Wochenendes:
Wer hat gegen wen gespielt?
Damen
Berlin Rockets vs. Blau-Weiß 96 Schenefeld - 7:4
UHC Sparkasse Weißenfels vs. SSF Dragons Bonn - 3:8
Herren
SSF Dragons Bonn II vs. TSV Tollwut Ebersgöns - 7:6 n. V.
Floor Fighters Chemnitz vs. Frankfurt Falcons - 13:3
MTV Mittelnkirchen vs. VfL Red Hocks Kaufering - 2:6
Unihockey Igels Dresden vs. MFBC Leipzig - 6:5 n. PS
PSV Black Wolves Dessau vs. USV Halle Saalebiber - 5:6
SSF Dragons Bonn vs. ETV Piranhhas Hamburg II - 15:0
Floor Fighters Chemnitz II vs. FBC München - 2:1
TV Eiche Horn Bremen vs. Eisbären Juniors - 4:8
UHC Sparkasse Weißenfels II vs. Baltic Storms - 7:21
UHC Sparkasse Weißenfels vs. DJK Holzbüttgen - 5:4
Floorball Mainz vs. Red Devils Wernigerode - 7:8 n. V.
SV Espenau Rangers vs. TV Schriesheim - 6:11
SC DHfK Leipzig vs. Lilienthaler Wölfe 11:2
ETV Piranhhas Hamburg vs. Hannover - 96 17:2
SC Potsdam vs. Berlin Rockets - 3:10
MFBC Leipzig/Grimma vs. Blau-Weiß 96 Schenefeld - 3:5

Schon vor dem Wochenende war klar, dass einige Begegnungen das Potenzial für echte Pokalkrimis hatten.Allen voran die Unihockey Igels Dresden, die den MFBC Leipzig nach einem umkämpften Spiel im Penaltyschießen mit 6:5 aus dem Wettbewerb warfen. Für die Leipziger endet die Pokalreise damit früher als erhofft, während die Dresdner weiter vom großen Wurf träumen dürfen.Nicht weniger spannend ging es beim Duell zwischen den PSV Black Wolves Dessau und den USV Halle Saalebibern zu. Dessau erwischte den besseren Start und entschied das erste Drittel für sich. Doch Halle drehte im zweiten Spielabschnitt die Partie und verteidigte die Führung auch im Schlussdrittel. Wie bei einem solchen Derby beinahe zu erwarten, blieb es nicht ohne Strafzeiten. Am Ende behielten die Saalebiber mit 6:5 die Oberhand und sicherten sich das Ticket für die nächste Runde.Auch das andere Zweitligaduell zwischen den SSF Dragons Bonn II und dem TSV Tollwut Ebersgöns hatte es in sich. Nach 60 Minuten stand es 6:6, die Verlängerung musste entscheiden. Lange warten mussten die Zuschauer allerdings nicht: Nach gerade einmal 44 Sekunden erzielte Kasper Gutekunst den entscheidenden Treffer zum 7:6 und schickte die Bonner in die nächste Runde.
Und wer dachte, damit sei das Drama-Kontingent für dieses Wochenende ausgeschöpft, wurde in Mainz eines Besseren belehrt. Dort setzten sich die Red Devils Wernigerode mit 8:7 nach Verlängerung gegen Floorball Mainz durch.
Ein Spiel auf Messers Schneide
Bereits in den vergangenen beiden Jahren musste die DJK Holzbüttgen im Pokal gegen den UHC Sparkasse Weißenfels antreten und beide Male den Weißenfelsern den Vortritt lassen. Entsprechend groß dürfte der Hunger auf eine Revanche gewesen sein. Und Holzbüttgen legte gut los.Gerade einmal 43 Sekunden waren gespielt, als Moritz Neustadt die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Ein früher Weckruf für die Weißenfelser, die sich davon allerdings wenig beeindrucken ließen. Bis zur neunten Spielminute drehte der UHC die Partie auf 3:1.Besonders auffällig präsentierte sich dabei der lettische Weißenfelser Markuss Januševskis, der mit seiner Präsenz auf dem Spielfeld herausstach. Dass es sich um ein Duell auf Augenhöhe handelte, zeigen auch die ausführlichen Statistiken, die mittlerweile im Saisonmanager verfügbar sind:
Statistik | Weißenfels | Holzbüttgen |
Schüsse gesamt | 40 | 42 |
Schüsse aufs Tor | 17 | 17 |
Geblockte Schüsse | 17 | 14 |
Schüsse neben das Tor | 6 | 11 |
Zahlen, die verdeutlichen, wie eng die Mannschaften beieinander lagen. Beide Teams brachten exakt gleich viele Schüsse auf das gegnerische Tor. Holzbüttgen verzeichnete insgesamt sogar zwei Abschlüsse mehr, ließ allerdings auch häufiger die Präzision vermissen.Am Ende setzte sich Weißenfels mit 5:4 durch und beendete damit zum dritten Mal in Folge die Pokalhoffnungen der DJK.
Pokalwunder in Chemnitz, was war denn da los, München?
Es gibt Ergebnisse, bei denen man zweimal hinschauen muss. Und dann gibt es das 2:1 der Floor Fighters Chemnitz II gegen den FBC München.Die Ausgangslage schien eigentlich eindeutig: Auf der einen Seite der FBC München aus der 1. Bundesliga, auf der anderen die zweite Mannschaft der Floor Fighters Chemnitz aus der Regionalliga. Die Favoritenrolle war klar verteilt.Und zunächst lief alles nach Plan. Nach gut zwei Minuten gingen die Münchner mit 1:0 in Führung. Doch statt eines erwarteten Klassenunterschieds entwickelte sich eine Partie, in der die Chemnitzer immer besser mithielten.Kurz vor Ende des ersten Drittels fiel der Ausgleich. Im zweiten Spielabschnitt gelang den Gastgebern dann tatsächlich die 2:1-Führung. Und danach? Danach fiel einfach kein Tor mehr!
Die Sensation war perfekt: Ein Regionalligist wirft einen Bundesligisten aus dem Pokal!
Natürlich muss man dabei erwähnen, dass die Münchner lediglich mit neun Feldspielern angereist waren. Keine optimalen Voraussetzungen, gewiss. Dennoch dürfte man beim Erstligisten selbst mit dieser personellen Besetzung einen anderen Ausgang erwartet haben.Für München ist das Ergebnis zweifellos eine herbe Enttäuschung. Gleichzeitig wäre es zu einfach, ausschließlich über die Schwäche des Favoriten zu sprechen. Denn die Chemnitzer mussten ihre Führung gegen einen höherklassigen Gegner erst einmal über die Zeit bringen.
Auch die Damen steigen ein, Bonn kennt keine Knade
Während die Herren bereits ihre dritte Pokalrunde absolvierten, fiel am vergangenen Wochenende auch bei den Damen der Startschuss in den Wettbewerb. Zum Auftakt standen allerdings zunächst nur zwei Begegnungen auf dem Programm.Die Berlin Rockets empfingen Blau-Weiß 96 Schenefeld und setzten sich mit 7:4 durch. Damit ziehen die Hauptstädterinnen in die nächste Runde ein.Deutlich mehr Tore auf einer Seite gab es dagegen in Weißenfels zu sehen. Dort empfingen die Damen des UHC Sparkasse Weißenfels die SSF Dragons Bonn. Die Gäste ließen wenig anbrennen und gewannen die Partie souverän mit 8:3.Besonders interessant war dabei die Effizienz der Bonnerinnen. Denn ein Blick auf die Schussstatistik zeigt, dass Weißenfels keineswegs chancenlos agierte.
Statistik | Weißenfels | Bonn |
Schüsse gesamt | 53 | 47 |
Schüsse aufs Tor | 15 | 24 |
Tore | 3 | 8 |
Obwohl Weißenfels insgesamt sechs Abschlüsse mehr verzeichnete, brachte Bonn deutlich mehr Bälle auf das gegnerische Tor. Während beim UHC lediglich 15 von 53 Versuchen das Tor trafen, waren es bei den Dragons 24 von 47.Und auch bei der Chancenverwertung hatten die Gäste die Nase vorn. Acht Tore bei 24 Schüssen aufs Tor sprechen eine deutliche Sprache.
Wie geht es weiter?
Nach einem Wochenende voller Überraschungen, knapper Entscheidungen und deutlicher Siege richtet sich der Blick nun auf das Achtelfinale.
Bei den Damen stehen die Begegnungen bereits fest, während sich die Herren noch etwas gedulden müssen. Am 9. November um 18:00 Uhr werden die Achtelfinalpartien der Herren auf dem YouTube Floorball Final4 Account ausgelost.
Foto: Christiane Döge, Christoph Pabel



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